Kreis-Lauf
Ein ewiger Kreis in der dunkelsten Nacht,
vereinzelte Lichter, sie sind voller Pracht.
Manchmal weit weg und selten ganz nah -
und doch ist die Hoffnung, das Wissen stets da.
Der hellste Schein ist niemals von Dauer
und das Wissen über dies erfüllt ihn mit Trauer;
und doch voller Glück, denn das schöne im Leben
wird es bis zum Ende noch oft für ihn geben.
So zeigt sich ihm, denkt er, die Welt und das Leben:
als wirbelnder Wechsel von nehmen und geben;
voll Trauer und Glück und meistens zugleich;
mit schillernden Farben und doch totenbleich.
Ein ewiges Spiel, Wandel von Dunkel und Licht
und egal wo man ist, ein Zurück gibt es nicht.
Und nichts ist gut, und nichts ist schlecht -
es wäre sehr traurig, hätte er recht.
Wir verstehen das Schöne immer erst durch die Trauer
und nur durch die Kälte genießt du das Feuer;
drum würdigt den Schmerz, er zeigt euch das Glück
geht stets weiter im Leben - stets vor, nie zurück.
Dieses Gedicht entstand während der Trennung einer langjährigen Beziehung - und ist auch gewissermaßen Abschluss, Aufarbeitung und mein Weg eine neue Perspektive zu finden. Und es ist auch ein Schnitt in ein mögliches Weltbild, wem es zusagt - oder auch nicht?
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