Heldin
Einsam. Alleine. Verlassen.
Die letzte Heldin auf erden.
Umgeben von gefühllosen Maschinen,
die nicht hören, nicht sehen,
nicht fühlen, nicht denken -
die einfach nur dahinleben.
Doch Sie, Sie ist anders.
Die letzte auf dieser Welt, die festhält
an Ihren Gefühlen, Ihren Hoffnungen,
Ihren Träumen, Ihren Vorstellungen -
suchend nach Liebe,
beflügelt von dem Gedanken "Da muss es noch mehr geben"
und ewig dieses "Mehr" suchend,
auch wenn Sie daran nur zerbrechen kann
weil es dieses "Mehr" in dieser Welt und dieser Zeit
einfach nicht mehr gibt, nicht geben kann,
vielleicht nie gegeben hat.
doch Sie, Sie gibt nie auf -
sie ist eine Heldin
die letzte von allen.
Doch sollten nicht gerade wir,
die Maschinen um Sie, uns ein Beispiel an Ihr nehmen?
Die Welt unseren Vorstellungen unterwerfend ein Paradies erschaffen?
Ich weiß nicht - gestern sah ich Sie, denke ich
endgültig zerbrochen, niedergetreten von der Welt.
Auf einer Brücke stehend, nachdenkend ob Sie springen soll
oder es doch noch Hoffnung gibt.
Ich wollte Sie ja trösten, aber ihr wisst, die Arbeit ruft.
Vielleicht hätte ich ein Held werden sollen wie Sie,
Ihr durch den Trost inmitten der Menschenmasse Hoffnung gebend.
ich weiß nicht. Ich hatte keine Zeit, zu viel zu tun,
ich kann mich nicht um jeden Träumer kümmern.
Ja.
Eine Träumerin.
Das war Sie.
Sie ist übrigens gesprungen. Keiner hat sich nach ihr umgedreht.
Egal, jetzt kommen Nachrichten, die darf ich keinesfalls verpassen.
Es gibt einen Krieg.
Ein zynischer, trauriger Blick auf die Menschheit - aber leider auch ein wahrer.
Es gibt noch einige zugehörige Gedichte, teils geschrieben und teils noch nur als Idee in meinem Kopf. Auch wenn ich schon lange nichts mehr geschrieben habe, hoffe ich das Thema irgendwann abzuschließen.
0 Kommentare:
Kommentiere diese Seite